Ein Mann ein Wirt

Starke Typen im Hunsrück

Kurvenreich wie eine starke Motorradroute teilt die Mosel Deutschlands westlichste Mittelgebirgslandschaft in Eifel und Hunsrück. Während die Eifel beim Motorradfahrer einen hohen Bekanntheitsgrad genießt, ist der Hunsrück fast noch unentdeckt. Völlig zu Unrecht wie wir meinen, alleine schon wegen der urigen Bikerwirte.

Moselhöhe

So möchten wir zunächst einmal die „Moselhöhe“ vorstellen, wo Bikerurgestein Peter Schmitz und seine Frau Anna inzwischen einen fast schon legendären Ruf genießen. In der Saison ist das Haus fast ausnahmslos mit Motorradfahrern belegt.

Die hauseigene Tourenkarte bietet Material für mehrere Tage und wenn Peter selbst die Führung übernimmt, wird so manches Sträßchen aufgetan, dass man ohne ihn wohl kaum gefunden hätte.

Am Abend trifft sich dann das Bikervolk im einladenden Biergarten. Leckeres vom Grill, Herzhaftes aus der Hausschlachtung, ein frisches Pils oder ein guter Moselwein sind das Richtige zum „Aprés Bike“.

Neben Waschplatz, Werkzeug und Abholservice bei Pannen, bieten die Schmitzes seit 3 Jahren ein ganz besonderes Highlight: Die BIKE-ARENA. Eine Halle, die mehr Bikes aufnimmt, als der Showroom eines mittelgroßen Motorradhändlers. Stehen die Stahlrösser vor der Tür, wird aus dem Palast ganz schnell eine ROCKARENA.

Seit 2 Jahren ist Peter Mitglied bei der motorradfreundlichen Hotelgruppe „Biker Connection“ und somit am Stand Bikerwirte auf vielen Motorradmessen vertreten. Und egal ob in Dortmund, in Utrecht, in München oder in Leipzig, überall ist der kräftige Bartmann bekannt und beliebt.

Das einzige, was ihn immer noch wundert, dass die meisten Biker am Wochenende kommen, wo doch unter der Woche die Straßen leer und die Angebote günstiger sind.

Tja Peter, Ziele braucht der Mensch und vielleicht können wir ein bisschen dazu beitragen, den „Motorradurlaub Eifel-Mosel-Hunsrück“ bekannter zu machen. Denn eins können wir mit Sicherheit sagen: 2 Tage Kurven beim Moselpeter sind nicht genug – sie haben Suchtpotential.

Harry fahr das Moped vor

Ganz ähnlich sieht man das einige Kilometer weiter in Zilshausen, wo die Familie Barden ihren Landgasthof „Zur Post“ betreibt.

Bikerwirt Harry, ein pensionierter Kriminalbeamter, ist ebenfalls ein toller Botschafter der Motorradregion zwischen Mosel und Rhein. Und dafür, dass man es hier länger als 2 Tage aushalten kann, hat die ganze Familie Voraussetzungen geschaffen, die aller Ehren wert sind und ein „Helm ab“ verdienen.

Tolle Zimmer der 3-Sterne-Kategorie, eine gute Küche und vor allem sympathische Betreiber, denen das Wohl ihrer Gäste am Bikerherzen liegt.

Und dann dieser Biergarten, der selbst bei Regen vernünftigen Schutz bietet und gesellige Abende garantiert. Vor allem wenn Harry den Smoker anwirft und so manch überzeugter Vegetarier ins Wanken gerät, ist die Stimmung unvergleichlich.

Einen unschätzbaren Vorteil hat die „Post“ zusätzlich zu bieten, man kann jeden Tag, außer dem dienstäglichen Ruhetag, durchgehend die warme Küche genießen. Also, auch als Tourstopp ein guter Tipp.

Abschließend ist zu sagen, dass Typen wie Peter und Harry das Salz in der Suppe eines Bikerhotels sind, echte Kerle eben. Dass sie in einer traumhaften Motorradregion ansässig sind, macht die Wahl eines der nächsten Urlaubsziele schon mal ein wesentliches Stück leichter.

(1) Motorrad-Landgasthaus
Moselhöhe

Hauptstr. 30
D-56858 Liesenich
T +49 (0 65 45) 18 43
F +49 (0 65 45) 72 90
www.moselhoehe.de

(2) Landgasthof "Zur Post"

Hauptstr. 25
56288 Zilshausen

T +49 (0 67 62) 93 28 0
F +49 (0 67 62) 93 28 50
www.landgasthof-zurpost.com